Mythen & Irrtümer

Ich höre immer wieder, dass Hufe, Borsten oder andere minderwertige tierische Nebenprodukte in Heimtierfutter eingesetzt werden – stimmt das?

Nein, das stimmt so nicht. Rund um Futtermittel hält sich der Mythos, dass minderwertige tierische Nebenprodukte wie Hufe, Schnäbel, Federn oder Borsten verarbeitet werden. Tatsächlich ist das EU‑Futtermittelrecht hier eindeutig: Für Heimtierfutter dürfen nur tierische Nebenprodukte verwendet werden, die verkehrsfähig und ernährungsphysiologisch geeignet sind.

Materialien wie Schnäbel oder Hufe erfüllen diese Anforderungen nicht – sie sind nicht verdaulich, nicht als Proteinquelle zugelassen und gelten daher als ungeeignete Rohstoffe. Aus diesem Grund werden sie in der Heimtierfutterproduktion nicht eingesetzt.

Es gibt jedoch sinnvolle Ausnahmen, die technologisch klar begründet sind: In einigen Spezialprodukten für Futtermittelallergiker – etwa bei ausgeprägten Allergien – werden hydrolysierte Federproteine eingesetzt. Diese stammen nicht aus ganzen Federn, sondern aus hochgradig hydrolysierten Aminosäurefragmenten, die so stark aufgespalten sind, dass sie keine allergene Struktur mehr besitzen. Dadurch eignen sie sich für Hunde und Katzen, die nur extrem kleine Proteinfragmente vertragen.

In unseren Rezepturen verwenden wir ausschließlich ernährungsphysiologisch sinnvolle und sehr gut verdauliche Proteinquellen – nur das Beste für Ihren Liebling.

Oft wird behauptet, dass Heimtierfutter mit nutzlosen „Füllstoffen“ gestreckt wird – stimmt das wirklich?

Der Begriff „Füllstoff“ wird häufig falsch verwendet. Zutaten wie pflanzliche Fasern oder Kohlenhydrate dienen in passender Menge nicht dazu, Futter zu strecken, sondern erfüllen klare ernährungsphysiologische oder technologische Funktionen – etwa für die Verdauung, die Energieversorgung oder die Stabilität der Rezeptur. In unseren Rezepturen verwenden wir ausschließlich sinnvolle, funktionale und ernährungsphysiologisch geeignete Komponenten, die zur Verträglichkeit und Qualität des Futters beitragen.

Es kursieren viele Gerüchte über künstliche Farb und Aromastoffe im Heimtierfutter – was steckt dahinter?

Es kursieren viele Mythen rund um künstliche Farb und Aromastoffe. Häufig wird davon gesprochen, das Futter künstlich eingefärbt wird, damit es für Menschen appetitlicher aussieht, oder Aromastoffe eingesetzt werden, um minderwertige Rohstoffe zu überdecken. Tatsächlich haben künstliche Farb und Aromastoffe keinen ernährungsphysiologischen Nutzen und spielen für Hunde und Katzen keine Rolle – sie orientieren sich nicht an der Farbe des Futters, und der Geschmack entsteht überwiegend durch die natürlichen Rohstoffe selbst. Hochwertige Rezepturen verzichten daher bewusst auf künstliche Farb- und Aromastoffe. In unseren Rezepturen setzen wir auf natürliche Geschmacksprofile, die aus den verwendeten Rohstoffen entstehen – für ein Futter, das sowohl sicher als auch ernährungsphysiologisch sinnvoll ist.

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