Rolligkeit - wenn die Katze verrückt spielt

Wenn die Samtpfote verrücktspielt – die Rolligkeit

Wenn Ihre weibliche, unkastrierte Katze von einem Tag auf den anderen beginnt, sich seltsam und irgendwie „verrückt“ zu verhalten, sich an jedem Menschen- und Stuhlbein reibt, sich auf dem Boden hin- und her rollt und wie ein Tiger gurrt und schreit, dann kann sie rollig sein. „Rolligkeit“ bezeichnet die Phase der weiblichen Katze, in der sie paarungsbereit ist. Auch wenn das Verhalten Ihrer Samtpfote auf den ersten Blick befremdlich wirkt, ist es ganz normal. Dennoch gilt es, in dieser Zeit ein paar Dinge zu beachten.

Eintritt der Geschlechtsreife

Katzen werden in der Regel im Alter von etwa vier bis sechs Monaten geschlechtsreif. Der genaue Zeitpunkt kann individuell variieren. Einflussfaktoren sind unter anderem Rasse, Körpergewicht, Haltungsbedingungen und der allgemeine Gesundheitszustand.

Kastration – Hintergründe für eine verantwortungsvolle Entscheidung

Ein wichtiger Punkt, mit dem man sich idealerweise bereits vor der Anschaffung einer Katze beschäftigen sollte, ist die Kastration. Die Kastration ist nicht nur aus medizinischer Sicht sinnvoll, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung unkontrollierter Vermehrung. Die Tierheime sind stark ausgelastet und es gibt bereits eine große Zahl an Katzen, die ein Zuhause suchen. Wer sich für eine Katze entscheidet, übernimmt Verantwortung - sowohl für das Tier selbst als auch für dessen Fortpflanzung. Wenn man kein seriöser Katzenzüchter ist, ist es daher ratsam, sich frühzeitig mit seinem Tierarzt über die Kastration und den individuell geeigneten Zeitpunkt für sein Tier zu unterhalten.

Entgegen häufig im Internet verbreiteter Behauptungen muss eine Kätzin vor einer Kastration keine Jungen bekommen haben, um „glücklich“ oder „ausgeglichen“ zu sein. Für diese Annahme gibt es keine wissenschaftliche Grundlage. Vielmehr sollten gesundheitliche Aspekte sowie tierschutzrelevante Überlegungen in die Entscheidung einbezogen werden.

Ist eine Katze nicht kastriert, zeigt sich nach Eintritt der Geschlechtsreife in regelmäßigen Abständen die Rolligkeit.

Typische Anzeichen

Den Beginn der Rolligkeit erkennt man vor allem durch ein verändertes Verhalten der Katze. Häufig zu beobachten sind:

  • Unruhe
  • Lautes, klagendes Miauen
  • Verminderter Appetit
  • gesteigertes Bedürfnis nach Nähe
  • intensives Rollen auf dem Rücken

Charakteristisch ist auch die sogenannte „Deckhaltung“: Bei Berührung des Rückens senkt die Katze den Vorderkörper ab, streckt das Hinterteil nach oben und streckt den Schwanz zur Seite.

Manche Katzen können in dieser Phase empfindlich reagieren oder wirken ungewohnt gereizt. Die Hauptsaison beginnt im Frühjahr, wenn die Tageslichtdauer zunimmt, setzt sich jedoch häufig bis in den Sommer und Herbst fort. Eine Rolligkeit dauert in der Regel zwischen drei bis zehn Tagen.

Anders wie bei Hunden oder uns Menschen kommt es erst durch den mechanischen Reiz beim Deckakt zum Eisprung (Ovulation). Dieses Phänomen nennt man induzierte Ovulation.

Erfolgt keine Deckung, klingen die Symptome zunächst ab und wiederholen sich dann im Abstand von etwa zwei bis drei Wochen. Bestehen die Anzeichen dauerhaft, sollte eine tierärztliche Abklärung erfolgen, um eine Dauerrolligkeit oder andere mögliche Ursachen für das Verhalten auszuschließen.

Umgang mit einer rolligen Katze

Wie die Rolligkeit genau verläuft, hängt vom individuellen Charakter und den jeweiligen Lebensumständen der Katze ab. Dennoch ist es ratsam, in dieser Zeit besondere Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und die Katze im Haus oder in der Wohnung zu halten, um einen ungewollten Kontakt zu einem Kater zu vermeiden.

Eine ruhige Umgebung, feste Abläufe und ein geschützter Rückzugsort können den Samtpfoten helfen, diese Phase besser zu bewältigen. Zusätzlicher Stress sollte unbedingt vermieden werden. Viele Katzen empfinden Wärme in dieser Zeit als angenehm. Weiche Liegeplätze, kuschelige Decken oder ein leicht angewärmtes Wärmekissen können das Wohlbefinden zusätzlich fördern. Bieten Sie Ihrer Katze verschiedenen Möglichkeiten an und achten Sie aufmerksam darauf, was Ihre Katze gerne annimmt.

Sollten Sie sich unsicher sein bezüglich einer Verhaltensänderung, gilt: lieber einmal zu viel als zu wenig zum Tierarzt.

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