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Nährstoffaufnahme und - analyse

Katze NährstoffaufnahmeWer seinen Stubentiger mit einem Alleinfuttermittel füttert, deckt dessen Bedarf an Energie und Nährstoffen in der Regel relativ gut ab. Katzenbesitzer sollten daher immer auf die Kennzeichnung als Alleinfuttermittel achten. Wird eine Katze versehentlich mit Ergänzungsfuttermittel ernährt, kommt es leicht zu Mangelzuständen. Doch auch bei minderwertigem Futter, einer zu hohen oder zu niedrigen täglichen Nahrungsration, beim Selbstkochen, Barfen oder einer vegetarischen Katzenernährung kann es zu einer Über- oder Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen kommen.

 

Wichtige Nährstoffe für Katzen und ihre Funktion

Wasser dient auch bei Katzen der Aufrechterhaltung des Kreislaufs und dem Transport von Nährstoffen. Eine Überversorgung ist bei Katzen auf natürlichem Wege quasi ausgeschlossen. Ein Mangel kann jedoch entstehen, wenn Katzen nicht ausreichend Wasser trinken. Langfristig kann es zu Nierenproblemen und Harnsteinen kommen. Eine wichtige Rolle für den Wasserhaushalt spielt auch die richtige Menge an Natrium.

Proteine bzw. Eiweiße versorgen eine Katze mit wichtigen Aminosäuren und Stickstoff. Ein Mangel kann zu Wachstumsstörungen, Muskelabbau sowie Veränderungen von Fell und Haut führen. Ein Überschuss hingegen kann die vermehrte Bildung von Proteolyten bei bindegewebigen Produkten zur Folge haben. Dies kann schmerzhafte Blähungen und weichen Kot bzw. Durchfälle hervorrufen.

Fette dienen als wichtige Energiequelle, liefern essentielle Fettsäuren, verleihen Nahrung Schmackhaftigkeit und sind unbedingt notwendig für die Aufnahme fettlöslicher Vitamine. Insbesondere eine Überversorgung kann jedoch zu Übergewicht und einer Verfettung der Leber führen.

Kohlenhydrate liefern Ihrer Katze Energie und fungieren als Ballaststoff. Ein Ballaststoffmangel kann Verstopfungen zur Folge haben, während ein Überschuss an Kohlenhydraten Durchfälle, Blähungen und Übergewicht begünstigt.

Taurin ist für Katzen ebenfalls unerlässlich. Es ist wichtig für die Entwicklung des Nervensystems, die Augen und das Herz der Katze. Ein Mangel kann dementsprechend Herz- und Augenprobleme verursachen sowie die Fruchtbarkeit von Mietze stören.

Calcium hat ebenfalls vielseitige Einflüsse auf die Gesundheit einer Katze. Es beeinflusst das Skelettsystem, den Knochenaufbau, die Nervenleitung und Blutgerinnung, Muskelkontraktionen sowie den Säure-Basen-Haushalt. Ein Mangel kann Krämpfe zur Folge haben, während ein Überschuss zu einem sekundären Kupfer-und Zinkmangel führt. Sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss kann Wachstumsstörungen nach sich ziehen.

Phosphor hat Einfluss auf den Säure-Basen-Haushalt und ist wichtig für die Funktionen von Sehnen und Bändern.

Ein unausgeglichenes Verhältnis von Calcium zu Phosphor kann außerdem Harnsteine bedingen und Regulationsstörungen im Calciumstoffwechsel hervorrufen.

Zu viel Magnesium ist bei der Entstehung von Struvitsteinen beteiligt, welche unter anderem schmerzhafte Harnwegsentzündungen bewirken. Auch Durchfall kann auftreten, während ein Mangel eher zu Krämpfen führt.

Wie beim Menschen auch führt ein Mangel an Eisen langfristig zu einer Anämie. Der Sauerstofftransport funktioniert nur mäßig, was z.B. Schwäche und Müdigkeit zur Folge hat. Zu viel Eisen ist jedoch auch nicht gesund und äußert sich bei hohem Überschuss in Erbrechen. Ebenso ist Iod wie beim Menschen auch bei der Katze für eine gesund funktionierende Schilddrüse wichtig.

Auch Zink ist wichtig für die Bildung von Enzymen und das Immunsystem. Darüber hinaus ist auch eine Unter- oder Überversorgung insbesondere mit den Vitaminen A (Haut, Augen), D (Kalziumstoffwechsel), E (Antioxidans)und K (Blutgerinnung) problematisch.

 

Katze denkt an FleischNährstoffmangel bei vegetarischer Katzenernährung

Bei einer fleischlosen Ernährung von Katzen kommt es häufig zu einem Mangel an Taurin, Vitamin B12 und Arachidonsäure, da diese Stoffe vor allem in tierischem Gewerbe vorkommen. Auch eine Unterversorgung an schwefelhaltigen Aminosäuren, Natrium, Calcium, Phosphor, Iod, Eisen, Kupfer, Zink und Vitamin A ist häufig. Langfristig kann das unter anderem zum Abbau von Muskulatur, Herz- und Skelettproblemen und einem geschwächten Immunsystem führen. Da der Darm der Katze auf die Verdauung von Fleisch ausgerichtet ist, kann es bei vegetarischer Ernährung außerdem zu Verdauungsbeschwerden kommen. Da Mangelzustände jedoch selbst in einem Blutbild nicht immer eindeutig diagnostizierbar sind, muss die zugeführte Ration aller benötigten Stoffe berechnet und im Auge behalten werden. Da das in der Praxis nur selten vollumfänglich gelingt, ist von einer vegetarischen Ernährung bei Carnivoren abzuraten.

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