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Körper und Sinne der Katzen und ihre Besonderheiten

 

Der Körperbau der Katze und seine Besonderheiten

Katzen fallen immer auf die F√ľ√üeKatzen faszinieren mit ihren elegant-leichtf√ľ√üigen Bewegungen, ihrer Geschmeidigkeit und ob der unglaublich beweglichen Wirbels√§ule. K√§tzinnen sind rund einen halben Meter lang und wiegen etwa vier Kilogramm. Kater hingegen sind etwas schwerer und gr√∂√üer. Bei beiden betr√§gt die Schulterh√∂he um die 35 Zentimeter.

Ihr K√∂rperbau ist optimal an die Lebensbedingungen angepasst. Hauskatzen sind zwar J√§ger, jagen ihre Beute aber ganz anders als etwa Gro√ükatzen oder Hunde. Sie hetzen ihre Beute nicht √ľber l√§ngere Strecken, sondern schleichen sich lautlos an. Ihre Ohren mit den Schalltrichtern machen sie zu aufmerksamen J√§gern. Katzen brauchen keine gro√üen Ausdauerf√§higkeiten, sondern der letzte Sprung muss sitzen. Darauf ist der Bau der L√§ufe ausgerichtet, die hohe Schnellkraft entwickeln m√ľssen.

Ein Hieb mit der Katzenpranke und ihren dann ausgefahrenen, sichelartig zuschlagenden Krallen ist selbst f√ľr Menschen schmerzhaft. Beim Laufen sind die Krallen jedoch eingezogen, was durch elastische B√§nder m√∂glich ist. Sie sind dann in Hauttaschen untergebracht. Setzt der Stubentiger jedoch zur Attacke an, schnellen die Krallen muskelgesteuert heraus. Hauskatzen bewegen sich als Zeheng√§nger lautlos auf den weich gepolsterten Zehen und Ballen.

Das Katzengebiss ist auf das Erbeuten von Nahrung ausgelegt. Mit kleinen Schneidezähnen, kräftigen Backenzähnen, mit denen abgebissen wird und den Fangzähnen, mit denen die Beute gefasst und getötet wird. Die Feinarbeit wird mit der rauen Zunge erledigt, mit denen die Katze das Fleisch vom Knochen rubbelt wie mit einer Feile. Die Zunge dient gleichzeitig auch zur Fellpflege.

Katzen fallen auf die PfotenFallen Katzen immer auf die Pfoten?

Die Anatomie der Hauskatzen ist auf den schnellen Beutesprung und die pr√§zise Landung spezialisiert. Daher ist der gesamte St√ľtzapparat von der Wirbels√§ule bis zum Sprunggelenk besonders flexibel und l√§sst das Tier auch Spr√ľnge aus gr√∂√üeren H√∂hen unverletzt √ľberstehen. Vor allem im R√ľckenbereich und in den Pfoten ist der Muskelapparat stark ausgepr√§gt. Der Schwanz ist ein wichtiges Element zum Steuern und zur Balance.

Das ist die Voraussetzung daf√ľr, dass Katzen bei einem freien Fall immer auf den Pfoten landen. Die Fallh√∂he sollte jedoch weder zu niedrig noch zu hoch sein. Durch einen Reflex schaffen sie es in Sekundenbruchteilen, erst den Vorderk√∂rper und dann den hinteren Teil des K√∂rpers zum Boden auszurichten. Daf√ľr ziehen sie die Hinterbeine an und der Schwanz dreht als Ruder den ganzen hinteren K√∂rper. Dann macht sich Mieze mit einem Katzenbuckel bereit zum Abfedern und streckt die Beine nach unten aus. So landet die Katze auf allen Vieren und verletzt sich nur dann, wenn die Fallh√∂he zu gro√ü ist, um den Aufprall abzufedern, oder zu klein, um die Drehung zu vollenden. Mieze beherrscht diese F√§higkeit schon ab dem 39. Lebenstag.

 

 

Die Sinnesorgane der Katzen

Millionen Katzen leben in unseren Haushalten und wir sehen sie gern so, als ob sie ihre Umwelt mit den gleichen Sinnen ganz ähnlich wahrnehmen wie wir. Katzen haben aber im Vergleich zu uns Menschen an ganz andere Lebensbedingungen angepasste Sinnesorgane.

 

Der Tastsinn der Katzen

Katzen haben einen sehr ausgepr√§gten Tastsinn. Die Schnurrhaare (Vibrissen) an der Schnauze, die ein bisschen wie lange Barthaare aussehen, helfen Katzen Breitenverh√§ltnisse richtig einzusch√§tzen: Passen die Schnurrhaare durch eine enge Stelle, passt auch die ganze Katze hindurch. Sie helfen den Stubentigern vor allem dabei, sich bei Dunkelheit zu orientieren. Dazu verf√ľgen Katzen auch √ľber sehr sensible Tastrezeptoren in Form von Tasthaaren √ľber den Augen. Auch an den Vorderbeinen und Pfoten finden sich Tasthaare, die Katzen kleinste Ersch√ľtterungen wahrnehmen lassen. Auch die Richtung, aus der die Vibrationen kommen, wird von der Katze so zuverl√§ssig geortet. Mit diesen Tastorganen sind Katzen wie mit einem Radar ausgestattet und finden Beutetiere auch v√∂llig ohne Sicht.

 

Die Augen der Katze ‚Äď Sehen wie ein Luchs

Katze AugenDas Katzen f√ľr viele Tierliebhaber so attraktiv macht sind die gro√üen Augen dieser Tiere. Sie haben aber nicht nur eine besondere Ausstrahlung, sondern sind auch hoch entwickelt und perfekt auf das Leben einer Katze als D√§mmerungsj√§ger zugeschnitten. Dabei erm√∂glichen die Augen einer Katze fast genauso gut in der Dunkelheit zu sehen wie bei Helligkeit. Die Pupillen k√∂nnen sich bei Dunkelheit so stark weiten, dass auch das letzte bisschen Licht genutzt werden kann. Die schlitzf√∂rmige Pupille verr√§t es schon: Hauskatzen haben Multifokallinsen, die aus konzentrischen Ringen zusammengesetzt sind. Diese Zonen unterscheiden sich in ihrer Eiwei√üstruktur und damit in ihrer Brechkraft. Da jeder Ring f√ľr einen anderen Farbbereich verwendet wird, kann die Linse verschiedenfarbiges Licht in einem Brennpunkt zusammenf√ľhren. Das f√ľhrt zu sch√§rferem Sehen, vor allem bei weit ge√∂ffneter Pupille.

Zum exzellenten Nachtsehen tr√§gt auch die vom Zweibeiner abweichende Rezeptorenverteilung auf der Netzhaut bei. St√§bchen und Zapfen sind bei Katzen ganz anders verteilt. Insgesamt haben Katzen sehr viel mehr St√§bchen, viel mehr davon als beim Menschen sind in der Netzhautperipherie zu finden, wodurch Katzen auch bei fast v√∂lliger Dunkelheit noch gut sehen. Verst√§rkt wird die gute Nachtsicht durch eine Schicht hinter der Netzhaut, die alles Licht reflektiert, und so noch einmal auf die abbildenden Schichten der Netzhaut treffen l√§sst. Diese ‚ÄěTapetum lucidum‚Äú genannte Schicht bewirkt auch, dass Katzenaugen bei Nacht aufleuchten, wenn Licht auf sie f√§llt.

Um sich umzuschauen, m√ľssen Katzen ihren Kopf viel mehr bewegen als Menschen. Denn die Sichtachsen ihrer Augen sind parallel nach vorne ausgerichtet. Anders als wir k√∂nnen Katzen die Aug√§pfel selbst kaum bewegen. Da Katzen weniger Zapfen auf der Netzhaut haben, die als Farbrezeptoren fungieren, k√∂nnen sie auch nicht alle Farben erkennen, sondern nur Gr√ľn, Gelb und Blau. Rot und Orange nehmen sie als abgestufte Graut√∂ne wahr.


Katze OhrenDas Gehör der Hauskatzen

Das Geh√∂r einer Katze ist ebenfalls sehr gut ausgepr√§gt, sie h√∂ren sogar besser als Hunde und die meisten anderen S√§ugetiere. Vor allem im hohen Frequenzbereich h√∂ren Katzen hervorragend. Zum Vergleich: Der Mensch kann schon Ger√§usche ab 20 Hertz h√∂ren, die Katze hingegen erst ab etwa 45 Hertz. Daf√ľr h√∂rt der Mensch nur bis etwa 20 Kilohertz, w√§hrend die Katze noch bis zu 80 Kilohertz wahrnimmt. Helles M√§usepiepsen nimmt sie dadurch messerscharf wahr.

Auch die Anatomie der Katzen-Ohrmuschel ist genau auf das Jagdverhalten ausgerichtet und wirkt wie ein Schalltrichter. Selbst bei der Lieblingsbeschäftigung Dösen reagieren Katzenohren auf Geräusche und stellen die Ohrmuscheln in die Richtung der möglichen Beute. Auch beim Anschleichen helfen diese Schalltrichter-Ohren störende Außengeräusche weitgehend auszuschalten.

 

Die Geschmacks- und Geruchssinne: Mehr als nur die Nase und Schnauze

Augen der KatzeNeben der empfindlichen Nase, mit der Beute gewittert wird, haben Katzen mit dem Jacobsonschen Organ ein Nebenorgan, √ľber das sie Ger√ľche auch durch die Mundh√∂hle wahrnehmen k√∂nnen. Das ist besonders in den ersten Lebenstagen wichtig, in denen ein noch blindes und taubes Katzenjunges die Zitze der Mutter durch den Geruch findet.

Katzen haben auch einen sehr ausgepr√§gten Geschmackssinn, der an die Lebensbedingungen als J√§ger und das Beuteschema angepasst ist. Katzen schmecken vor allem Saures, Bitteres und Salziges. S√ľ√ües, wie Wissenschaftler hingegen meinen, h√∂chstwahrscheinlich eher nicht. Geschmacksknospen mit ihren Geschmacksh√§rchen senden eine Art Futteranalyse ans Gehirn, wobei die Geschmacksknospen auf bestimmte Futterarten spezialisiert sind.

 

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