Würmer bei Hund und Katze

Parasiten – Würmer bei Hund und Katze

Ob Hund oder Katze, Wohnungstier oder Abenteurer – grundsätzlich kann sich jeder Vierbeiner mit Würmern infizieren. Ein Wurmbefall ist nicht nur ein Gesundheitsrisiko für das Tier selbst. Auch wir Menschen können uns mit Würmern anstecken.

Ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema ist daher ein wichtiger Bestandteil, um sowohl sein Tier als auch sich selbst bestmöglich zu schützen.

Wovon hängt das Infektionsrisiko ab?

Das Risiko einer Wurminfektion ist individuell unterschiedlich. Es wird unter anderem beeinflusst durch:

  • Haltungsform und Umgebung
  • Kontakt zu anderen Tieren
  • Aufnahme von Kot oder Beutetieren
  • Alter des Tieres. Besonders Jungtiere sind gefährdet. Sie können sich bereits über die Mutter infizieren und nehmen durch ihre natürliche Neugier häufiger Wurmeier auf.

Deshalb ist es wichtig, das Entwurmungs- oder/und Kotuntersuchungsmanagement immer an die jeweilige Lebenssituation des Tieres anzupassen.

Auf der Website der ESCCAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) finden Sie einen Test, mit dem Sie eine erste Einschätzung zu einem möglichen Entwurmungs-/Kotuntersuchungsintervall erhalten können: https://www.esccap.de/entwurmungstest/.

Am besten besprechen Sie das Ergebnis anschließend mit Ihrem/r Tierarzt/in.

Kotuntersuchungen – wie aussagekräftig sind sie?

Eine Kotuntersuchung kann Hinweise auf einen Wurmbefall liefern. Dabei sind jedoch einige Punkte zu beachten:

  • Für eine aussagekräftige Untersuchung sollte eine Sammelkotprobe von drei Tagen abgegeben werden, da manche Wurmeier nur phasenweise ausgeschieden werden. So erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, eine vorliegende Infektion auch nachzuweisen.
  • Bei warmen Temperaturen müssen die Proben bis zur Abgabe gekühlt aufbewahrt werden.
  • Wichtig: Ein negatives Ergebnis schließt einen Befall nicht sicher aus, da Wurmeier nicht in jeder Probe nachweisbar sind – selbst nicht bei einer Sammelkotprobe. Besonders bei Bandwürmern ist die Aussagekraft der Kotuntersuchung eingeschränkt.

Wenn man sich dafür entscheidet, nur bei einer nachgewiesenen Infektion zu entwurmen, sollten die Kotuntersuchungen in genau den gleichen zeitlichen Abständen erfolgen, wie man sie auch für eine regelmäßige Entwurmung wählen würde.

Das Untersuchungsintervall sollte sich am individuellen Risiko orientieren und gemeinsam mit dem/r Tierarzt/in festgelegt werden.

Ziel und Wirkung einer Entwurmung

Eine Entwurmung schützt nicht vor einer erneuten Infektion. Sie beseitigt lediglich eine bestehende Wurmerkrankung.

Das Ziel einer Entwurmung ist daher nicht eine dauerhafte, vollständige Wurmfreiheit, sondern:

  • einen bestehenden Befall rechtzeitig zu stoppen
  • gesundheitliche Schäden zu vermeiden
  • die Ausscheidung infektiöser Wurmeier möglichst gering zu halten

Wichtig zu wissen: Entwurmungsmittel schädigen nicht die Darmflora. Die Wirkstoffe greifen gezielt den Organismus der Parasiten an, nicht die Darmflora des Tieres.

Bei einem starken Befall ist die Belastung für den Vierbeiner durch die Infektion entsprechend höher. In solchen Fällen sollte die Therapie immer nur in Absprache mit einem/r Tierarzt/in erfolgen.

Wie lässt sich das Risiko senken?

Eine Ansteckung lässt sich nicht vollständig verhindern. Um das Gesundheitsrisiko für sich, sein Tier und andere Tiere jedoch möglichst gering zu halten, sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Regelmäßige Entwurmungen und/oder Kotuntersuchungen – angepasst an das individuelle Risiko
  • Kot konsequent aufsammeln und ordnungsgemäß entsorgen

Betrifft das auch Wohnungskatzen?

Ja, denn reine Wohnungskatzen sind nicht automatisch vor einer Infektion geschützt. Infektiöse Wurmeier können beispielsweise über Schuhe, Kleidung oder Gegenstände in die Wohnung gelangen.

Besondere Risikofaktoren

Rohfütterung

Rohes Fleisch kann Parasiten enthalten. Ist nicht sichergestellt, dass es ausreichend tiefgefroren oder erhitzt wurde, sollte dieses Risiko berücksichtigt werden.

Auslandsaufenthalte

In anderen Ländern können auch noch andere Parasiten vorkommen, wie beispielsweise der Herzwurm. Eine individuelle Reiseprophylaxe, abgestimmt auf das jeweilige Reiseland und die Aufenthaltsdauer, ist hier entscheidend und sollte vorab mit dem/r Tierarzt/in besprochen werden.

Welpen

Welpen können sich über die Muttermilch mit Würmern infizieren. Eine fachgerechte Entwurmung des Muttertieres und der Welpen zum richtigen Zeitpunkt ist daher besonders wichtig.

Flohbefall

Flöhe können auch den Bandwurm übertragen. Hierbei handelt es sich um den Gurkenkernbandwurm (Dipylidium caninum). Bei einem Flohbefall sollte deshalb neben der gezielten Flohbehandlung immer auch an eine entsprechende Entwurmung gedacht werden.

Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis)

Dieser Bandwurm stellt eine ernstzunehmende Gefahr für den Menschen dar. Er ist vor allem in Süddeutschland weit verbreitet. Die Ansteckung kann vor allem über den Hund und/oder den direkten Kontakt/Aufnahme von infektiösen Eiern erfolgen, seltener über die Katze.

Der beste Schutz vor einer Ansteckung ist eine regelmäßige Entwurmung seines Vierbeiners, angepasst an das individuelle Infektionsrisiko, sowie strikte Hygiene.

Quelle: https://www.esccap.de/parasiten/wuermer/

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