Die richtige Futtermenge

Die richtige Futtermenge – wie viel ist richtig?

Die Ernährung unserer Haustiere stellt viele Tierhalterinnen und Tierhalter vor große Herausforderungen. Dabei ist nicht nur entscheidend, was gefüttert wird, sondern auch wie viel. Ein Blick auf das Etikett des Futtermittels zeigt eine tägliche Fütterungsempfehlung, die sich am Körpergewicht des Tieres orientiert. Doch was bedeuten diese Angaben wirklich und wie setze ich sie in der täglichen Fütterung um?

Das aktuelle Körpergewicht als Grundlage

Um die Fütterungsempfehlung richtig einordnen zu können, ist es wichtig, das aktuelle Köpergewicht seines Hundes zu kennen. Schätzungen sind hierbei wenig zuverlässig – ein Blick auf die Waage schafft Klarheit.

Ist das Gewicht nicht bereits vom letzten Tierarztbesuch bekannt, empfiehlt es sich, den Vierbeiner gezielt zu wiegen. Dies ist nach vorheriger Absprache meist problemlos in der Tierarztpraxis möglich. Ein positiver Nebeneffekt: Der Besuch kann in ruhiger Atmosphäre geübt werden, sodass Ihr Tier lernt, dass ein Aufenthalt in der Praxis nichts Bedrohliches ist. Mit Lob und einer passenden Belohnung wird das Wiegen schnell zur Routine.

Alternativ stehen oft in vielen Tierfachgeschäften Tierwaagen zur Verfügung.

Fütterungsempfehlungen richtig verstehen

Sobald das aktuelle Gewicht bekannt ist, lässt sich die vom Hersteller empfohlene tägliche Futtermenge ablesen. Diese Empfehlungen decken jedoch meist einen großen Schwankungsbereich ab.

Grundsätzlich gilt: Fütterungsempfehlungen dienen lediglich als grobe Orientierung und stellen keinen individuell berechneten Bedarf dar. Die tatsächlich benötigte Futtermenge hängt von mehreren Faktoren ab und kann sich von Tier zu Tier deutlich unterscheiden.

Ähnlich wie beim Menschen ist auch der tägliche Energieverbrauch unserer Vierbeiner individuell. Einfluss nehmen unter anderem:

  • Alter
  • Rasse
  • Haltungsform
  • Aktivitätsniveau
  • Allgemeiner Gesundheitszustand

Jedes Tier benötigt daher eine individuell angepasste Futtermenge, die diese Faktoren berücksichtigt.

Aktivität und Gewicht im Blick behalten

Um die passende Futtermenge zu ermitteln, ist es unteranderem wichtig, das tatsächliche Aktivitätsniveau des eigenen Tieres realistisch einzuschätzen.

Eine regelmäßige Gewichtskontrolle hilft dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und Anpassungen vorzunehmen.

Übergewicht ernst nehmen

Zeigt sich bei der Gewichtskontrolle oder der tierärztlichen Untersuchung, dass Ihr Tier deutlich an Gewicht abnehmen sollte, ist dieser Hinweis unbedingt ernst zu nehmen.

Denn das Körpergewicht spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit, die Entstehung von Erkrankungen und die Lebenserwartung Ihres Tieres.

Ein wichtiger Faktor bei der Gewichtsreduktion ist die Bewegung. Abhängig vom Ausmaß des Übergewichts sollte diese jedoch schrittweise gesteigert werden, damit sich Muskulatur, Gelenke und Kreislauf an die erhöhte Belastung anpassen können.

Bei Katzen eignet sich vor allem spielerische Bewegung, zum Beispiel durch interaktive Spiele oder Jagdspiele. Neben dem gesundheitlichen Nutzen stärkt die gemeinsame Aktivität auch Ihre Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Tier.

Fütterung bei Gewichtsreduktion

Der wichtigste Faktor bei der Gewichtsabnahme stellt eine Umstellung der Ernährung dar.

Ob eine Anpassung der Futtermenge, ein gezieltes Leckerli-Management oder der Einsatz eines speziellen Diätfutters sinnvoll ist, sollte stets in Absprache mit der Tierärztin oder dem Tierarzt entschieden werden.

Eine pauschale starke Reduktion der bisherigen Futtermenge, beispielsweise auf die Hälfte, ist nicht empfehlenswert, da hierbei das Risiko besteht, dass das Tier nicht mehr ausreichend mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt wird.

Wichtig ist zudem: Nicht nur die Hauptfutterration und die täglich ausreichende Bewegung zählt. Auch Leckerlis und Snacks müssen unbedingt in die tägliche Gesamtmenge eingerechnet werden.

Wenn der bittende Blick Ihres Vierbeiners Sie schwach werden lässt, können folgende Maßnahmen helfen, um es Ihnen als Besitzer einfacher zu machen:

Praktische Tipps für den Alltag mit Katze

  • Futterration auf viele Portionen am Tag aufteilen
  • Zuneigung durch Kontakt mit Ihrer Katze statt durch Leckerlis zeigen

Praktische Tipps für den Alltag mit Hund

  • Kleinerer Futternapf: Die Portion wirkt optisch größer und erleichtert die Einhaltung der Futtermenge.
  • Schlingnäpfe bei Trockenfutter: Sie verlangsamen die Futteraufnahme und sorgen für längere Beschäftigung.
  • Kalorienarme Snacks: Für Hunde, die Gemüse gut vertragen, eignen sich beispielsweise Karotten sehr gut als Belohnung.
  • Futterzellulose: Sie kann dem Futter untergemischt werden und erhöht das Futtervolumen, ohne zusätzliche Energie zu liefern. Dadurch wird der Sättigungseffekt unterstützt.

Individuelle Beratung

Welche Maßnahmen im Einzelfall sinnvoll sind, hängt immer von den individuellen Gegebenheiten und Bedürfnissen Ihres Tieres ab. Eine persönliche Beratung durch Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt hilft dabei, die optimale Strategie für eine gesunde und ausgewogene Ernährung Ihres Vierbeiners zu finden.

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