Spezialkost für Katzen

 

Spezialkost für Katzen - Allergikerfutter, Diätfutter, Diabetikerfutter

Von A wie „Allergie“ bis Z wie „zu dick“: Katzen-Spezialkost

Auch Katzen können unter Übergewicht, Allergien oder sonstigen Krankheiten leiden. In diesem Fall sollte noch mehr auf das richtige Katzenfutter geachtet werden, als es ohnehin schon empfehlenswert ist. Ob und wenn ja welche Spezialkost eine Katze benötigt, sollte im Vorfeld immer tierärztlich abgeklärt werden. Vorsorgliches Füttern von Spezialfutter ohne Indikation oder aus einer bloßen Vermutung heraus kann mehr schaden als nutzen.

dicke Katze hat HungerDiätfutter für zu dicke Katzen

Neben krankheitsbedingten Ursachen führen vor allem zu wenig Bewegung und ein Übermaß an Katzenfutter (Energie) bei vielen Katzen zu Übergewicht. Insbesondere Hauskatzen, denen rund um die Uhr ein voller Trockenfutternapf zur Verfügung steht, sind betroffen. Eine Nulldiät bei Katzen ist jedoch tabu! Zu schnelles Abnehmen schädigt die Leber.

Spezielles Diätfutter für Katzen hingegen kann helfen, das Problem in den Griff zu bekommen. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass in dem jeweiligen Futter sowohl der Energie-  als auch der Fettgehalt reduziert und der Rohfasergehalt erhöht ist. In Diätfutter enthält die empfohlene Fütterungsmenge meist um die 60% des Energiebedarfs.

Es sollte aber nicht einfach die Futtermenge beim bisherigen Futter auf 60% reduziert werden, da sich dann nicht nur die Energie-, sondern auch die Mineralstoff- und Vitaminzufuhr verringern würde.

Leckerlies zwischendurch sind durchaus erlaubt, sollten aber unbedingt auf die tägliche Gesamtfuttermenge angerechnet werden.

Zusätzlich zur Futterumstellung sollten sich übergewichtige Katzen auch mehr bewegen. Schon tägliches Animieren zum Toben mit dem Lieblingsspielzeug bringt verschlafene Stubentiger auf Trab und unterstützt dadurch die Gewichtsreduktion.

Futter für Katzen mit Nieren- und Blasenproblemen

Nierenerkrankungen kommen bei Katzen sehr häufig vor. Trotzdem kann eine Katze mit eingeschränkter Nierenfunktion noch viele schöne Jahre verbringen, wenn sie richtig therapiert wird. Wichtig bei einer speziellen Nieren-Diät ist, dass der Phosphorgehalt reduziert ist, der Proteinanteil außerdem hochverdaulich und reduziert ist und der Energiebedarf der Katze gedeckt ist. Die Schwierigkeit hierbei liegt darin, dass Katzen einen hohen Proteinbedarf haben. Daher wird häufig fetteres Protein verwendet. Außerdem enthalten diese Diäten noch leicht fermentierbare Fasern und Kohlenhydrate.

Auch Harngries und -steine sind bei Katzen ein weitverbreitetes Problem. Die Folgen reichen von schmerzhaften Harnwegsinfekten bis hin zu einer Verstopfung der Harnröhre, die tödlich verlaufen kann. Vor allem Struvit-Kristalle lassen sich durch eine angepasste Ernährung in den Griff bekommen. Dieses Spezialfutter sorgt dafür, dass die Wasseraufnahme der Katze erhöht wird, die Nährstoffversorgung angepasst ist und der pH-Wert des Harns eingestellt wird. Im sauren Urin können sich Struvit-Kristalle gut auflösen.

Allergikerfutter

Eine Futtermittelallergie kann sich auch bei Katzen im Laufe des Lebens entwickeln. Auch Katzenfutter, welches sie jahrelang gegessen haben, bekommt ihnen dann nicht mehr richtig. Anzeichen dafür sind unter anderem Magen-Darm-Beschwerden und Juckreiz, welcher die Stubentiger sich häufig blutig kratzen lässt. Die verursachenden Allergene ausfindig zu machen ist allerdings eine diffizile Angelegenheit. Am häufigsten werden Allergien von bestimmten Proteinen, z.B. Rind, Huhn, Pute, Fisch, seltener Getreideprodukten, Reis und Sojaprodukten, Gemüse und Obst verursacht. Für eine Katze mit Verdacht auf eine Futtermittelallergie stehen unterschiedliche Arten von Futter zur Verfügung. Für eine sogenannte Ausschlussdiät gibt es hypoallergene Futtermittel, in denen die Bestandteile des Futter hydrolisiert (so klein, dass der Körper sie nicht als Allergen erkennen kann) wurden oder Futtermittel mit ungewöhnlichen Bestandteilen, die in keinen „normalen“ Futtersorten vorkommen.

Diabetiker-Futter für Katzen

Katzen mit Diabetes sollten rohfaserreiches Futter bekommen. Halbfeuchtes Futter sollte aufgrund des hohen Gehalts an leicht verfügbaren Zuckern vermieden werden. Nassfutter kann mit faserreichen Futtermitteln (z.B. Weizenkleie) ergänzt werden. Wichtig ist auch, dass das Futter nicht gewechselt werden sollte, damit der Blutzuckerspiegel möglichst konstant bleibt.

kleines Kätzchen beim FressenKatzenfutter für Kitten und Katzen-Senioren

In den ersten Lebenswochen ernähren sich Jungkatzen in der Regel ausschließlich von der Muttermilch. Gegen Ende der Säugephase sollten die Kätzchen langsam an Katzenfutter zu gewöhnen. Hierfür eignet sich am besten eine langsame Steigerung von Brei mit Aufzuchtmilch über Kittenfutter mit Wasser vermischt bis hin zu unverdünntem Kittenfutter. Diese Futtersorten sind speziell auf den Bedarf kleiner Katzen im Wachstum ausgerichtet.

Auch das Gegenteil, nämlich in die Jahre gekommene Katzen, benötigen eine besondere Ernährung. Hierfür gibt es Senior-Futter. Ältere Katzen haben meist keinen oder nur gering reduzierten Energiebedarf, für sie ist eine hochverdauliche Diät mit hochwertigen Proteinen wichtig. Wegen der erhöhten Anfälligkeit für Nierenerkrankungen sollte eine überhöhte Phosphor-Zufuhr vermieden werden. Antioxidantien und Vitamine werden häufig im Seniorenfutter vermehrt verwendet, da sie oft höhere Verluste über die Nieren haben.

Wenn Ihre Katze künftig auf Spezialkost angewiesen ist, sollten Sie die Umstellung vom alten auf das neue Futter nicht zu schnell umsetzen. Tipps und Tricks für eine gelungene Futterumstellung finden Sie hier.