Tiersitter und Kaninchenpension. Die optimale Betreuung im Urlaub

Kaninchen UrlaubWas bedeutet Urlaub für Sie? Sonne, Strand, Meer, Entspannung und Ruhe. Und für Ihr Kaninchen? Neue Umgebung, neue Bezugspersonen, Chaos, Verwirrung und Stress. Das muss nicht sein. Damit Ihr kleiner Freund auch glücklich sein kann, wenn Sie ein paar Tage verreisen, und Sie Ihre Freizeit ohne Sorgen genießen können, haben wir hier ein paar Tipps zusammengestellt.

 

Persönliche Kaninchenbetreuung

Am entspanntesten ist Ihr Vierbeiner natürlich, wenn er in seiner gewohnten Umgebung mit seinen Mitbewohnern weiterleben kann, seine Fütterungs- und Beschäftigungsrituale die gleichen bleiben und er kaum merkt, dass Sie für ein paar Tage verschwinden. Das funktioniert, wenn Sie zum Beispiel in ihrem Bekannten- und Freundeskreis jemanden haben, der sich mit der Kaninchenhaltung auskennt oder gewillt ist, sich gut einlernen zu lassen. Finden sich keine Freiwilligen, die zweimal am Tag nach Ihren Kleinen sehen, können Sie ein „Tauschsitting“ anbieten, also im Gegenzug auf die Tiere des anderen aufpassen, oder bieten eine monitäre Entschädigung für den Aufwand.

Kaninchen BetreuungHaben Freunde und Bekannte keine Zeit oder nicht die Möglichkeit, bei Ihnen zu Hause vorbeizukommen, wäre noch zu überlegen, dass die Kaninchen kurzfristig umziehen. Das bedeutet zwar Stress für die Kleinen, Sie wissen aber, dass sie sich in guten Händen befinden und bei wohlgesinnten Menschen optimal versorgt sind. Käfighaltung ohne Auslauf sollte hier ausgeschlossen sein.

Auch bei Kurztrips muss das Mindestmaß an Komfort angeboten werden, das bei Kaninchen aus geräumigem Stall, Freigang und ausreichender Beschäftigung besteht. Kontrollieren Sie deshalb genau, ob der potenzielle Tiersitter bei allem guten Willen dazu in der Lage ist. Ansonsten sollten Sie sich zum Beispiel nach einem kommerziellen Betreuer umsehen, der zu Ihnen nach Hause kommt – zu finden zum Beispiel in Foren und speziellen Börsen im Internet.

 

Die richtige Einweisung

Ihr Tiersitter sollte zweimal am Tag nach den Tieren sehen. Er muss unbedingt genau eingewiesen, geschult und informiert werden. Einige Tage bei der täglichen Betreuung dabei zu sein, gibt Ihnen und ihm Sicherheit. Am besten halten Sie alles schriftlich fest, damit er im Notfall schwarz auf weiß hat, worauf zu achten ist. Dazu kann zum Beispiel ein Bogen mit folgenden Fragen erstellt werden:

  • Welche Eigenheiten hat Ihr Kaninchen? Rasse, Alter, Besonderheiten? Ist es eventuell krank, alt, trächtig? Müssen Medikamente verabreicht werden?
  • Welches und wieviel Futter bekommen die Tiere? Haben Sie Vorlieben, Unverträglichkeiten? Wie wird das Futter zubereitet, wie soll gefüttert werden (z.B. Fitnessfood, Napf, Heuraufe)?
  • Wie sieht der tägliche Gesundheitscheck aus? Was muss hierbei beachtet werden? Wie hält man das Kaninchen richtig, um nach ihm zu sehen?
  • Wie und wie oft werden der Käfig beziehungsweise die Toiletten gereinigt? Wann muss Heu, Einstreu und Stroh ausgetauscht werden?
  • Wie oft sollte Auslauf gewährt werden? Welche Gefahren lauern beim Auslauf im Garten oder in der Wohnung? Wie kann man diese verhindern?
  • Was tun im Ernstfall? Erste-Hilfe-Einweisung, Notfalladressen und -Nummern – die des Tierarztes, evtl. der Tierklinik und Ihre Nummer am Urlaubsort, auf der Sie immer erreichbar sein sollten; sprechen Sie ab, wie im Fall eines Tierarztbesuch vorgegangen werden soll (welche Kosten sind für Sie tragbar, wann soll das Tier weiterbehandelt werden, kommt Einschläfern für Sie in Frage etc.)

Ist all das geklärt, steht dem entspannten Urlaubstrip nichts im Wege.

 

Unterbringung im Tierhotel

Unterbringung KaninchenHaben Sie aber nicht das Glück, eine solche Unterstützung zu finden, können Sie auch auf Tierhotels und Kaninchenunterkünfte in Ihrer Nähe zurückgreifen. Im Internet finden Sie deutschlandweit viele Pensionen, die sich gerade auf die kleinen Hoppler spezialisiert haben. Besuchen Sie das Kurzzeitheim Ihrer Wahl allerdings einige Zeit vor der geplanten Reise, um sich einen Eindruck von der Haltung machen zu können. Sind die Gehege sauber, geräumig und sicher? Ist das Futter frisch und ausgewogen? Wie werden die Kaninchen beschäftigt? Die kleinen Hotelgäste sollten übrigens nicht mit fremden Artgenossen zusammengesetzt werden, das erzeugt unzumutbaren Stress und Rangkämpfe. Die neue Umgebung ist schon anstrengend genug. Ein Platz in einer Pension kostet in der Regel zwischen fünf und zehn Euro pro Tier und Tag.

 

Mitnahme ausgeschlossen

Das Tier mit in den Urlaub zu nehmen ist übrigens keine gute Idee. Erst einmal kann die Anreise mit dem Auto, dem Flugzeug oder der Bahn schon Horror für die sensiblen Wesen sein. Nur die wenigsten Unterkünfte im Urlaubsland bieten die Möglichkeit der artgerechten Haltung, ganz zu schweigen von der nervenaufreibenden Umstellung des armen Kaninchens auf diese fremde Umgebung. Außerdem gibt es spezielle Einfuhr-, Impf- und Quarantänebestimmungen im Ausland, auf die Sie achten müssen. Eine solche Reise sollten Sie Ihrem Tier also höchstens zumuten, wenn sie dauerhaft auswandern.


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