Kaninchen-Gesundheitscheck

Kaninchen GesundheitscheckEin krankes Kaninchen kann Ihnen leider nicht sagen, was ihm fehlt. Und auch ein scheinbar gesundes Tier kann ernsthafte Erkrankungen in sich tragen, lange bevor Sie etwas merken.  Da Kaninchen Fluchttiere sind, können sie einige Zeit verbergen, dass es ihnen schlecht geht. Umso wichtiger ist es, die Tiere genau zu kennen und auf Veränderungen im Verhalten sofort zu reagieren. Helfen kann Ihnen hierbei der tägliche Gesundheitscheck.

Kaninchen sind in der Regel morgens und abends aktiv, dösen, faulenzen und fressen über den Tag. Der Gesundheitscheck ist deshalb am besten in den Morgen- oder Abendstunden bei der Fütterung durchzuführen.

 

Achten Sie auf folgende Punkte:

Kommen alle Tiere zum Fressnapf, futtern sie mit Appetit und in der gewohnten Geschwindigkeit? Trinken sie vermehrt?
Sind sie agil, munter und neugierig wie immer? Verhalten sie sich Ihnen und den Artgenossen gegenüber normal?

Bewegen sie sich normal? Setzen sie alle Pfoten auf? Wenn nicht, kann das ein Zeichen von Schmerzen sein.
Wie ist die Körperhaltung der Kleinen? Eine Kopfschiefhaltung und Gleichgewichtsstörungen kann beispielweise auf eine Infektion mit E. cuniculi hinweisen.
Wie sieht der Kot der Tiere aus? Hat sich Größe, Form oder Farbe verändert? Ist er schmierig und feucht oder hart und klein, rührt das meist von einer Störung des Magen-Darm-Trakts her. Setzt ein Tier gar keinen Kot mehr ab oder stellt das Fressen ein, ist höchste Zeit für einen Tierarztbesuch.
Auch der Urin kann sich verändern: Ist er rötlich? Befindet sich gar Blut in ihm? Riecht er stechend? Zeigt das Tier Schmerzen beim Wasserlassen?

Kontrollieren Sie Augen und Nase. Sind die Augen klar, nicht verklebt, eitrig oder entzündet? Ist die Nase trocken oder läuft sie und niest das Kaninchen häufig? Sie sind sehr anfällig für Atemwegsinfektionen und sollten in solch einem Fall auch dringend behandelt werden.

Kaninchen Untersuchung ZähneSehen die Zähne gut aus? Bei rohfaserarmer Ernährung kann es vorkommen, dass die Zähne des Kaninchens zu wenig abgerieben werden und die Mundhöhle verletzen, wodurch das Fressen schmerzhaft wird und der geplagte Nager es irgendwann einstellt. Sehen Sie selbst nach, ob alles in Ordnung ist, und lassen Sie Ihren Tierarzt die Zähne mindestens zweimal im Jahr kontrollieren. Backenzahnspitzen beispielsweise kann ein Laie nur schwer erkennen.



Ist das Fell frei von kahlen Stellen, Verkrustungen, Schmutz, Verfärbungen, Schuppen und wunden Stellen? Juckt sich das Kaninchen häufig? Solche Symptome können auf Parasiten, Pilze und andere ernsthafte Hauterkrankungen hinweisen. Das Fell langhaariger Kaninchen sollte regelmäßig gebürstet und gestutzt werden, um Verfilzungen zu vermeiden. Da Kaninchen das Bürsten in der Regel nicht besonders mögen, sollte man sich gegebenenfalls mit einem pflegeleichten Kurzhaarschnitt anfreunden. Kurzhaarige Kaninchen müssen nur während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst gebürstet werden.

Achtung vor allem bei der Außenhaltung und bei langhaarigen Tieren: Hier können Fliegen ihre Eier auf dem Kaninchen ablegen, deren Larven sich in den Körper des Tieres fressen und es im Ernstfall qualvoll sterben lassen. Kontrollieren Sie deshalb im Besonderen die Afterregion und andere haarlose Stellen, entfernen Sie Verfilzungen, Kotreste und Verklebungen und achten Sie auf kleine, weiße Punkte – die Fliegeneier. Besonders langhaarige, alte oder zu dicke Kaninchen können sich nicht gut genug pflegen.

Schauen Sie sich die Krallen des kleinen Hopplers an. Sind sie zu lang, stehen sie nach außen oder rollen sie sich gar, sollten sie unbedingt gekürzt werden. Unerfahrene Kaninchenbesitzer sollten das vom Tierarzt erledigen lassen, Experten können sich auch selbst mit speziellem Equipment ans Krallenkürzen wagen. Da dabei einiges schief gehen kann und man leicht das durchblutete Innenleben erwischt, sollte man hier jedoch besonders vorsichtig sein und sich gerade beim Fixieren helfen lassen

Tasten Sie den Körper Ihres kleinen Freundes auf Knubbel, Erhebungen und Verdickungen ab.

Sollten Ihnen Ungewöhnliches auffallen, versuchen Sie nicht selbst an Ihrem Tier herum zu experimentieren. Meist ist es besser, sich gleich Rat beim Experten zu holen. Ihr Kaninchen wird es Ihnen mit einem langen, gesunden Leben danken.


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