Reizvolle Langohren. Allgemeine Infos zum Kaninchen

Ein Kaninchen ist kein Nager und kein Hase. Das wissen Sie vielleicht schon aus unserem Artikel Abstammung. Es gibt aber noch eine Vielzahl spannender Fakten rund um das kleine Langohr, die sie sich ansehen sollten. Nicht nur, um beim nächsten Verwandtenbesuch den Kaninchenexperten spielen zu können – sondern vor allem, weil Ihr kleiner Freund nur dann gesund und munter bleibt, wenn Sie ihn wirklich kennen.

 

Von Riesen und Zwergen

Körperbau und Sinnesorgane von KaninchenDas Hauskaninchen gibt es, im Gegensatz zu seinem wilden Verwandten, in allen möglichen Farben – ob einfarbig braun, blau, rot, weiß, schwarz oder gescheckt. Zweimal im Jahr wechseln Kaninchen ihr Fell und können dann stark haaren. Der Körper der dämmerungs- und tagaktiven Tiere ist je nach Rasse unterschiedlich geformt und verschieden schwer – der Deutsche Riese beispielsweise bringt ganze 7 kg auf die Waage, während die beliebten Zwergkaninchen nur etwa 1,1 bis 1,5 kg wiegen. Sie haben einen gedrungenen Körper und recht kurze, gerade Ohren. Widderkaninchen hingegen haben Schlappohren, die am Kopf herunterhängen.

Die Körpertemperatur der kleinen Säuger liegt bei 37,5 bis 39 Grad. Sie können je nach Rasse und Größe 7 – 14 alt werden. Ihre Nahrung besteht vor allem aus Gräsern und grünen Pflanzen, manchmal (in freier Wildbahn vor allem im Winter) auch aus Rinde oder Wurzeln. Das Kaninchen verdaut über einen speziellen Stopfdarm. Eine weitere Besonderheit des kleinen Langohrs ist seine Wamme: Eine Fettablagerung unterhalb des Kopfes an der Vorderbrust. An einer ausgeprägten Wamme lässt sich Übergewicht erkennen. Mehr dazu im Punkt Ernährung.

 

Alles im Blick

Wie das Meerschweinchen hat das Kaninchen durch die seitlich stehenden Augen einen guten Rundumblick, allerdings auch ein schlechteres räumliches Sehvermögen und Schwierigkeiten bei der Abschätzung von Entfernungen. Allerdings können sie mit ihren 360°-Augen den Luftraum überwachen und vor allem Fressfeinde von oben früh erkennen. Ihr Farbsehen ist jedoch weniger ausgeprägt, sie erfassen nur grüne und blaue Töne, nehmen die Umwelt also ganz anders wahr als wir Menschen. Eine Nickhaut, die sich zur Hälfte über das Auge schieben kann, schützt vor Luftzug und  Dreck. Kaninchen sind sehr lichtempfindlich, was ihnen bei greller Sonne zum Nachteil gereicht, wofür sie aber besonders in der Dämmerung gut sehen können. Im Stockdunkeln helfen ihnen außerdem Tasthaare am Kopf bei der Orientierung – besonders wichtig für einen Höhlenbewohner.

Ihre Ohren sind dafür auch außergewöhnlich gut entwickelt. Sie können die Löffel in verschiedene Richtungen drehen (es sei denn, man hat ihnen Schlappohren angezüchtet), und damit Schallquellen gut orten und verarbeiten. Kaninchen nehmen – wie die meisten Tiere – auch Töne wahr, die uns Menschen nicht ins Bewusstsein dringen. Während die Obergrenze des Menschen bei zirka 15.000 bis 20.000 Hertz liegt, sind für die Kaninchen auch 33.000 Hertz noch hörbar. Ihr Geruchsinn ist ebenfalls extrem ausgeprägt. Sie können unzählige feinster Duftnoten unterscheiden und riechen beispielsweise ein leichtes Parfüm wie eine wahre Geruchsexplosion. Was für den Menschen also angenehm ist, kann für das Tier zu einer penetranten Reizüberflutung werden.

 

 

 


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