Auch Leben will gelernt sein: Das macht eine gute Hundeschule aus

HundeschuleDamit das Zusammenleben von Hund und Mensch auf Dauer funktioniert, müssen beide so einiges lernen. Es gibt zahlreiche Hundeschulen, die verschiedenste Trainingsmethoden anbieten – viele Hundehalter sind jedoch nicht sicher, woran sie eine gute Hundeschule erkennen. In erster Linie müssen sich Zwei- und Vierbeiner wohlfühlen, doch für ein erfolgreiches Hundetraining ist es wichtig, die Angebote genauer unter die Lupe zu nehmen.

Der richtige Hundetrainer

Das Training kann langfristig nur erfolgreich sein, wenn sich Hund und Mensch mit dem Trainer verstehen, daher ist die Sympathie ein nicht zu unterschätzendes Kriterium bei der Wahl der Hundeschule. Idealerweise sind die Trainer einer Hundeschule vielseitig qualifiziert und führen ihre Referenzen entweder auf der Website der Hundeschule auf oder sind gerne bereit, Hundehalter über die absolvierte Ausbildung sowie besuchte Workshops und Seminare zu informieren. Im Rahmen eines Gesprächs zeigt sich zudem schnell, ob der Trainer ehrliches Interesse zeigt und dementsprechend realistische Ziele setzen kann. Da Training und Alltag zwei Paar Schuhe sind, sollten Hundetrainer nicht ortsgebunden sein, sodass die Möglichkeit besteht, das Gelernte bei Spaziergängen, in der Stadt oder zu Hause zu festigen. Ausschlaggebend sind auch soziale Eigenschaften: Probleme müssen angesprochen werden, doch Schuldzuweisungen wiederum tragen nicht zu guten Trainingserfolgen bei. Seriöse Hundetrainer nehmen ihre Kursteilnehmer ernst und begegnen ihnen einfühlsam. Wichtig ist darüber hinaus, dass sie in der Lage sind, die Trainingserfahrungen zu reflektieren und ihren Kursteilnehmern auch die Theorie verständlich zu vermitteln.

Trainingsmethoden in der Hundeschule

Hunde sind verschieden und benötigen individuelle Trainingsmethoden. Ein guter Hundetrainer erstellt daher in der Regel einen auf Hund und Mensch abgestimmten Trainingsplan, der u. a. vorgibt, ob Einzel- oder Gruppentraining sinnvoll ist. Schnell wird sich zeigen, ob die gewünschten Trainingserfolge eintreten – bleiben sie aus, bemüht sich ein guter Hundetrainer um Flexibilität, überprüft den erstellten Plan und schlägt gegebenenfalls neue Wege ein. Eine gute Hundeschule arbeitet zudem gewaltfrei:

  • „Leinenimpulse“
  • Teletakt-, Würge- oder Stachelhalsbänder
  • Psychische Gewalt, z. B. Ignoranz zur Disziplinierung
  • Schnauz- und Nackengriffe
  • Schläge, Tritte, „Stupser“ oder körperliche Bedrängung
     

sind veraltete und kontraproduktive Methoden. Erfolgreiche Hundeschulen, die ausschließlich mit positiver Verstärkung arbeiten, sind zwar noch rar, doch es gibt sie.

Auch Floskeln wie „Das treiben wir ihm aus!“, „Das haben wir schon immer so gemacht!“ oder „Das müssen die unter sich klären!“ wecken Zweifel an der Kompetenz und deuten darauf hin, dass keine Bereitschaft besteht, die eigenen Trainingsmethoden regelmäßig zu hinterfragen und ggf. anzupassen. Eine Probestunde zeigt meist schnell, ob sich Hund und Mensch wohlfühlen. An Gruppenkursen sollten nicht mehr als sechs Hunde teilnehmen, damit der Kurs noch überschaubar ist. Spielen die Hunde miteinander, greift ein seriöser Hundetrainer zudem ein, sobald ein Hund schikaniert oder zum Spielball eines anderen wird. Dies gilt auch für Welpengruppen. In diesen geht es primär um das Spiel mit Gleichaltrigen, Bindungsübungen und das gemeinsame Kennenlernen verschiedener Umweltreize. Junghunde ab der 16. Woche werden in einer seriösen Hundeschule jedoch einer separaten Gruppe zugeteilt.

Haben Hundehalter ein ungutes Gefühl beim Hundetraining, sollten sie auf ihren Instinkt hören und sich nicht davor scheuen, das Gespräch mit dem Trainer zu suchen und notfalls die Hundeschule zu wechseln, wenn sich nichts ändert bzw. der Trainer auf seinen Methoden beharrt.

 

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