Die Grunderziehung von Hunden – Lernen für ein entspanntes Miteinander

Grunderziehung HundeDer Hund gilt als des Menschen bester Freund, doch es gibt viel zu lernen, bis er zum zuverlässigen Begleiter wird. Signale wie „Sitz“ und „Platz“ sind durchaus hilfreich, doch machen nur einen kleinen Teil der Hundeerziehung aus. Weitaus bedeutender sind soziale Kompetenzen, die es für ein dauerhaft harmonisches Zusammenleben zu festigen gilt.

Was ist wichtig und sinnvoll für das gemeinsame alltägliche Leben? Hunde lernen jederzeit, doch zu Beginn benötigen sie zumindest eine Grunderziehung, um am Alltag ihrer Zweibeiner teilhaben zu können. Hunde müssen lernen, mit Frust umzugehen, schließlich gehen nicht alle Wünsche in Erfüllung und Hundehalter haben nicht immer Zeit, um mit ihrem Liebling zu spielen. Der Lernplan sollte auch vorsehen, dass die Fellnase mal alleine bleibt oder sich im Körbchen bzw. der Hundebox ruhig verhält. Ob diese Dinge zu Frust und somit Stress führen, hängt davon ab, wie hoch die Frustrationstoleranz des jeweiligen Vierbeiners ist – doch es ist auch für unsere tierischen Begleiter möglich, Frustration zu bewältigen und somit ausgeglichener zu sein. Da Hunde individuell sind, dient diese Ratgeberserie nur als Orientierung – es ist immer sinnvoll, sich an einen seriösen Hundetrainer zu wenden.

Grundlegende Tipps

Hör- und Sichtzeichen

Es empfiehlt sich, mit klaren Hör- und Sichtzeichen zu arbeiten. Hunde können Vokabeln (z. B. „Hier“ oder „Bleib“) und/oder akustische Signale wie ein Pfeifen (deuten) lernen. Die Verständigung über Gesten wiederum ist hundetypisch. Hierbei eignen sich Handzeichen ebenso wie die Körpersprache. Hör- und Sichtzeichen sind besonders vorteilhaft, da die Signale unmissverständlich sind und Hunde sie auch mit nachlassenden Sinnen im Alter noch entsprechend wahrnehmen können. Sie sollten jedoch stets deutlich und unverwechselbar sein. Auch ein Auflösungssignal für das Beenden von Übungen kann sinnvoll sein.

Abbruchsignal

Um unerwünschtes Verhalten des Hundes zu unterbrechen, ohne dabei seine Kooperationsbereitschaft einzuschränken, eignet sich ein Abbruch- bzw. Unterbrechungssignal. Gleichzeitig verschafft es dem Hundehalter Zeit, um ein alternatives Verhalten abzurufen. Damit der Hund dieses gerne ausführt, empfiehlt es sich, das Abbruchsignal mit etwas Positivem für den Vierbeiner zu verknüpfen.

Hierfür wählen Hundehalter ein einfaches Wort oder Geräusch („Pfui“, „Hey“ o. Ä.), das nicht mit negativen Konsequenzen einhergeht. Nachdem das Signal ausgesprochen ist, erhält der Hund innerhalb einer oder zwei Sekunden eine besonders tolle Belohnung – diese darf wirklich spektakulär sein, da der Hund sich später auch unter starker Ablenkung umorientieren können soll. Anfangs sind vier bis fünf Übungseinheiten ausreichend, während Hundehalter das Signal einige Male sagen und belohnen. Anschließend kann die Ablenkung langsam gesteigert werden – dabei empfiehlt es sich, verschiedene hochwertige Belohnungen zu verwenden. Orientiert sich der Vierbeiner gut durch das Signal zum Halter um, kann dieser markern (z. B. mit dem Clicker) und die Belohnung erst anschließend geben. Auch diese Übung bedarf vieler Wiederholungen, lässt sich jedoch ohne Mehraufwand in die täglichen Spaziergänge integrieren. Orientiert sich der Hund zuverlässig auch unter Ablenkung um, lässt sich das Abbruchsignal sehr gut im Alltag einsetzen. Hierbei folgt auf das Signal stets der Abruf eines Alternativverhaltens (z. B. „Sitz“) und erst dann die Belohnung – dadurch wird nur das erwünschte Verhalten belohnt und es bilden sich keine Verhaltensketten.

Fairer Tausch:
Gibt der Hund Kauartikel oder Spielzeug nur widerwillig oder gar nicht her, kann ein großzügiges Leckerli ihn sicherlich vom Tauschgeschäft überzeugen.

 

weiter zu Teil 2 - Die Grunderziehung von Hunden – Das kleine Hunde-ABC (I)

 

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