Mehr als eine Gefängniszelle. Das optimale Meerschweinchenheim

Stellen Sie sich vor, Sie richten sich Ihr kleines Eigenheim ein. Reichen Ihnen zwölf Quadratmeter und ein kleines Bett? Sicher nicht. Da fehlt ein schöner Ausblick, eine ruhige Umgebung, ein Balkon oder Garten, ein sauberes Badezimmer und eine ansehnliche Küche. Sonst könnten Sie gleich in eine Gefängniszelle einziehen. Ihrem Meerschweinchen geht es da sicher nicht anders.

 

Viel Platz, ruhiger Standort

Einrichtung MeerschweinchenZunächst einmal muss unbedingt genügend Platz vorhanden sein, um Ihr Meerschweinchenpärchen oder Ihre Meerschweinchengruppe artgerecht unterzubringen. Ein Käfig von mindestens 140 mal 70 Zentimetern reicht für maximal zwei Tiere aus, je größer desto besser natürlich! Eine Plastikwanne erleichtert die Reinigung, das Oberteil sollte aus einem Gitter bestehen, das jedoch keinen Plastiküberzug aufweist. Plastikwände sind nicht geeignet, da hier die Luft nur schlecht zirkulieren kann. Ein Stall „Marke Eigenbau“ aus Holz bietet sich auch an, gerne mit Rampen und weiterer Etage. Auch kann man mehrere Käfige miteinander verbinden um Ihrem kleinen Liebling mehr Platz zu verschaffen. An der Einstreu sollte nicht gespart werden. Sie muss saugfähig, trocken und entstaubt sein – je nach Vorliebe und Erfahrungswert eignen sich hier Holzspäne, Leinenstroh oder Weichholzgranulat.

Der Käfig muss an einer ruhigen Stelle stehen, also nicht direkt neben Fernseher, Stereoanlage oder in einem häufig benutzten Durchgang. Zug- und Heizungsluft ist zu vermeiden. Das Schlafzimmer ist – aus Rücksicht auf den Menschen – kein idealer Ort, da die Meerschweinchen nachts ordentlich Radau machen.

 

Clever einrichten

Bei der Käfigeinrichtung heißt es: Natur ist in. Statt Plastiklaufräder, Plastikhäuser, Rampen und Leitern sind Spielzeuge und Unterschlüpfe aus Materialien wie unbehandeltem Kork, Holz oder Ton zu empfehlen. Geht das Tier nämlich bei künstlichen Gegenständen seinem Benagungsdrang nach, kann es zu ernsthaften Verletzungen des Mauls oder Verdauungstrakts, zu Vergiftungen und sogar zum Tod kommen.

Eine Etagenkonstruktion im Käfig ist super, um den Nagern noch mehr Raum, Kletter- und Versteckmöglichkeiten zu schaffen. Zu steil dürfen Leitern und Rampen allerdings nicht sein. Mindestens ein Schlafhäuschen braucht jedes Tier, und dieser Unterschlupf muss einen Ein- und Ausgang haben, um Stress mit dem Käfiggenossen aus dem Weg gehen zu können. Einen Napf, eine Tränke und gegebenenfalls eine Nuckelflasche braucht jeder Käfigbewohner natürlich auch. Zusätzlich Spielzeug und Beschäftigungsmöglichkeiten wie Hängematten, Papprollen, Tonröhren, Wippen, Steine oder Äste.

 

Auslauf zum Wohlfühlen

Wer glaubt, ein schön eingerichteter Käfig sei alles, was das Meerschweinchenherz begehrt, irrt. Bei der Minimalgröße von 140 mal 70 Zentimetern muss unbedingt noch ein Auslauf hinzukommen. Der sollte idealer Weise zwei bis drei Quadratmeter groß und mit dem Käfig verbunden sein, so dass die Nager selbst entscheiden können, wann Zeit zum Toben ist. Gerade weil Meerschweinchen tag- und nachtaktive Geschöpfe sind, ist eine solche Konstruktion sinnvoll. Oder haben Sie Lust nachts alle paar Stunden aufzustehen und Ihre Meerschweinchen in einen Auslauf zu setzen, damit sie sich nicht im Käfig zu Tode langweilen? Kann man das nicht einrichten, sollte man den kleinen Flitzern mindestens vier Stunden Auslauf pro Tag gönnen.

Der ideale Untergrund für den Auslauf ist jedes weiche Material, das sich gut säubern lässt. So können die Tiere nicht ausrutschen und ohne Verletzungsgefahr herumspringen. Äste zum Beknabbern, Pappkartons zum Verstecken und etwas Futter und Wasser komplettieren die Einrichtung. Sinnvoll ist auch eine Meerschweinchentoilette. Eine Schale mit etwas frischem und etwas benutztem Einstreu im Auslauf kann die Kleinen dazu bringen, brav auf dieses Klo zu gehen. Leider wird nicht jeder Kandidat stubenrein, deshalb heißt es: Käfig und Auslauf fleißig putzen. Jeden Tag müssen Urinecken entfernt werden, jede Woche das Einstreu komplett gewechselt, jeden Monat sollte der Käfig ausgewaschen und vollständig gereinigt werden – jedoch nicht mit scharfen Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln. Beachten Sie diese Tipps, fühlt sich ihr kleiner Freund garantiert bald pudelwohl im neuen Eigenheim.


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