Knopfauge aus dem Zoogeschäft? Die Anschaffung des Meerschweinchens

Junge MeerschweinchenIhr Kind will unbedingt so ein süßes Fellmonster haben, liegt Ihnen nun seit Tagen quengelnd in den Ohren? Okay, die kosten ja nur einen Apfel und ein Ei im nächsten Zoofachgeschäft. Nichts wie hin und das kleinste und putzigste eingepackt… Stopp! So sollte die Meerschweinchen-Anschaffung auf keinen Fall laufen. Ist der lange Prozess der Entscheidungsfindung und Vorbereitung abgeschlossen, stellt sich die wichtige Frage: Ist eine Zoohandlung wirklich die beste Wahl?

Bekommen Sie nicht zufällig aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis ein oder mehrere Tiere, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Entweder den Kauf im Zoofachgeschäft, die Anschaffung vom Züchter oder die Mitnahme aus dem Tierheim. Als verantwortungsvoller Meerschweinchenhalter und Tierfreund sollten Sie letztere Methode bevorzugen.

 

Tierheim, Züchter oder Handlung?

Einerseits warten in Tierheimen viele Tiere auf ein neues, gutes Zuhause, die weder verhaltensauffällig noch krank sind, sondern Opfer der oben erwähnten Spontankäufe. Mit der Aufnahme eines solchen Meerschweinchens entlasten Sie die oft überfüllten Einrichtungen. Aber auch für Sie als zukünftigen Besitzer hat ein Tierheimnager viele Vorteile: Oft ist er schon medizinisch versorgt, kastriert und bereits vergesellschaftet. Gleich ein Pärchen oder ein ganzes Rudel mitzunehmen, erspart Ihnen viel Stress. Wollen Sie unbedingt junge Meerschweinchen, gibt es auch das in den Notstationen. Denn allzu oft kommt es zu „Wohnzimmerzuchten“, die dann genau hier landen. Außerdem bieten viele Tierheime den neuen Halter auch nach dem Kauf eine umfassende Beratung und Betreuung an, und nehmen die Kleinen häufig zurück, falls sie sich gar nicht verstehen.

Ein Tier vom Züchter ist vor allem für diejenigen relevant, die auf der Suche nach speziellen Rassetieren sind. Hier sollten Sie, wie auch im Tierheim oder in der Zoohandlung, auf folgende Kriterien achten: Die Meerschweinchen sind kastriert oder nach Geschlechtern getrennt, leben in sauberen, großen Gehegen, haben ausreichend Freiraum und Kontakt zu ihren Artgenossen. Ihnen steht frisches Grünfutter, Wasser und Heu zur Verfügung. Schwangere, kranke oder zu junge Tiere (unter 300g beziehungsweise 4 Wochen) bietet ein guter Züchter nicht zum Verkauf an. Ein Züchter kann Ihnen – sofern er sein Handwerk versteht – viel über den Charakter und die Haltung seiner Tiere erzählen. Dennoch geht es auch hier meist um den Profit.

 

Es geht um’s Geschäft

Genau das ist das Problem beim Kauf in Zoohandlungen. Da hier das Geschäft im Vordergrund steht, ist die Beratung der Kunden oft mangelhaft, einseitig oder gar falsch. Häufig sind die Tiere nicht einmal nach Geschlechtern getrennt, was zu ungeahnten Folgen (nämlich einer ganzen Rasselbande im heimischen Wohnzimmer) führen kann. Das kommt gar nicht selten vor, denn Weibchen können im zarten Alter von sechs Wochen schon gedeckt werden. Auch die Haltungsbedingungen in solchen Geschäften sind oft nicht vertretbar – kleine Gehege, wenig oder kein Frischfutter, schlechte medizinische Versorgung, zu junge Tiere, die zu früh von der Mutter getrennt werden. Sicherlich gibt es auch in diesem Bereich Ausnahmen, allerdings sollten Sie in jedem Fall abwägen, ob ihr Geld in einem gemeinnützigen Tierheim nicht besser angelegt wäre.

Vor dem Kauf – egal wo – ist es wichtig, sich das Meerschweinchen und seine Mitbewohner genauer anzuschauen: Hat es glänzendes, weiches Fell? Keine offenen Stellen, Beulen oder Krusten? Sind die Augen klar und ohne Ausfluss? Die Nase und das Maul trocken? Die Ohren sauber? Die Krallen kurz und gepflegt? Gibt es keine Verklebungen oder Verschmutzungen am After? Sind die Zähne gerade und gleichmäßig? Ist es aufgeweckt und rege? Frisst es gut? Dann dürfte das Tier gesund sein. Mehr dazu im Gesundheitscheck. Danach geht’s zur Vergesellschaftung.


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