Ein zartes Geschöpf. Allgemeine Infos zum Meerschweinchen

Meerschweinchen Sinnesorgane und KoerperbauMein Meerschwein, das unbekannte Wesen? Kennen Sie ihn denn schon in- und auswendig, ihren kleinen Nager? Wenn nicht, sollten sie jetzt genau zuhören. Ein paar interessante Fakten und viel Wissenswertes zum Thema Meerschwein haben wir hier zusammengefasst.

 

Kein Meer, kein Schwein

Das Meerschweinchen hat weder besonders viel mit dem Meer noch mit einem Schwein zu tun. Es lebt meist weit ab der Küstenregionen und ist auch nicht mit unserem grunzenden Stallbewohner verwandt. Vermutlich rührt sein Name daher, dass seine Urahnen einst von Südamerika übers Meer kamen und ihr Quieken an kleine Schweinchen erinnerte.

Der Körper des Meerschweinchens ist mit 20 bis 35 cm Länge und bis zu 700 bis 1500 g Körpergewicht recht kompakt. Männchen werden meist etwas größer und schwerer als die Weibchen. Ihre Körpertemperatur liegt bei 37,5 bis 39 Grad. Die Nager haben einen runden Kopf und verhältnismäßig kleine Ohren und kurze Beine. Das viele Fell lässt oft auf einen runderen und robusteren Körperbau schließen, als eigentlich vorhanden. Deshalb sollte man mit den zarten Geschöpfen vorsichtig umgehen. Mittlerweile gibt es diverse Meerschweinchenrassen von unterschiedlichster Farbe und Fellart. Die bekanntesten sind das Glatthaarmeerschweinchen mit kurzem Fell, das Rosettenmeerschweinchen mit vielen Wirbeln am Körper und das Angorameerschweinchen mit seinen langen Haaren. Bei guter Haltung können die kleinen Nager sechs bis zehn Jahre alt werden. Ihre natürliche Nahrung besteht vornehmlich aus Gräsern und bodennahen Gewächsen.

 

Ein Sinneswunder

Besonders eindrucksvoll sind die herausragenden Sinnesorgane des Meerschweinchens. Angefangen bei den Augen, die eine faszinierende Besonderheit ausweisen: Im Gegensatz zum Menschen, dessen Augen vorn im Schädel verankert sind, und dessen Sichtradius gerade einmal 180 ° umfasst, haben Meerschweinchen durch die seitlich am Kopf sitzenden Augäpfel beinahe eine komplette Rundumsicht, ohne den Kopf bewegen zu müssen. Etwas eingeschränkt ist dadurch allerdings ihr räumliches Sehvermögen und das Abschätzen von Entfernungen. Allerdings ist ihr Farbsinn im Vergleich zu anderen Tieren – wie dem Kaninchen – recht gut ausgebildet, so kann es die Grundfarben unterscheiden. Tasten können die Tiere besonders gut mit ihren Tasthaaren am Kopf, den sogenannten Vibrissen. Die ersetzen im Dunkeln zum Beispiel den Sehsinn und dienen der Orientierung.

Im Hören und Riechen ist das Meerschweinchen dem Menschen meilenweit voraus. Durch die mehrfach gewundene Schnecke im Innenohr sind beim Nager mehr Hörzellen vorhanden, die es den Tieren vor allem ermöglichen hohe Frequenzen besser wahrzunehmen. Zum Vergleich: Der Mensch hört zwischen 16 und 20.000 Schwingungen pro Sekunde, das Meerschweinchen bis zu 33.000. Meerschweinchen hören sogar besser als Mäuse oder Ratten. Ganze 1000 Mal stärker ist ihr Riechorgan im Vergleich zum Menschen. Der Geruch scheint ihr wichtigster Sinn zu sein, mit ihm unterscheiden sie Artgenossen, wittern Feinde und gehen auf Futtersuche. Vermeiden Sie also sowohl Geräusch- als auch Geruchsbelästigung ihres kleinen Freundes, denn er leidet unvorstellbar viel mehr darunter als Sie.


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